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Um jemanden trauern, der noch da ist
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Es gibt eine Trauer, auf die niemand Familien vorbereitet: um einen Menschen zu trauern, der lebt und einem am Tisch gegenübersitzt. Fachleute nennen es antizipatorische Trauer. Familien nennen es meistens gar nicht — weil es sich wie Verrat anfühlt, es auszusprechen.
Und um diese Trauer herum verändert sich der Freundeskreis. Manche Freunde wachsen über sich hinaus. Viele verschwinden leise — selten aus Bosheit, meistens aus Hilflosigkeit. Die Einladungen werden weniger. Das Telefon wird still.
Beides ist normal, und nichts davon ist Ihre Schuld.
Wie haben sich Ihre Beziehungen seit der Diagnose verändert — und hat Sie jemand überrascht, in die eine oder andere Richtung?